Batterien
Wiederaufladbare Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd) waren lange die größte Anwendung von Cadmium. Sie sind robust und funktionieren auch bei Kälte gut, und sie werden noch in Flugzeugen, bei der Bahn und in Notstromsystemen eingesetzt. Die Europäische Union hat sie aus den meisten tragbaren Geräten verbannt, wo Lithium-Ionen- und Nickel-Metallhydrid-Akkus sie ersetzt haben.
Solarmodule
Cadmiumtellurid (CdTe) ist das führende Material für Dünnschichtsolarzellen und wird in großen Solarparks eingesetzt.
Pigmente, Beschichtungen und Legierungen
- Pigmente: Cadmiumsulfid und Cadmiumselenid ergeben leuchtende Gelb-, Orange- und Rottöne für Künstlerfarben, Kunststoffe, Keramik und Glas.
- Beschichtungen: Galvanisch abgeschiedenes Cadmium schützt Verbindungselemente und Steckverbinder aus Stahl in Flugzeugen und militärischer Ausrüstung vor Korrosion.
- Legierungen: Einige niedrigschmelzende Legierungen und Lagerlegierungen enthalten Cadmium.
- Kerntechnik: Cadmium absorbiert Neutronen und wird in Steuerstäben und Abschirmungen verwendet.
Beschränkungen
Wegen seiner Giftigkeit begrenzt die EU-RoHS-Richtlinie Cadmium in Elektro- und Elektronikgeräten auf 0,01 Gewichtsprozent, und viele Länder beschränken es in Kunststoffen, Schmuck und Spielzeug.
Im Alltag
Cadmium ist im Haushalt seltener als früher. Man findet es noch in älteren NiCd-Akkus und Akkuwerkzeugen, in Künstlerfarben auf Cadmiumbasis, in manchen farbigen Keramiken und Gläsern sowie in Cadmiumtellurid-Solarmodulen. Es gelangt auch über Nahrung und Tabak in den Körper: Zigarettenrauch ist für Raucher eine der Hauptquellen der Cadmiumbelastung.