Arsen hat trotz seines berüchtigten Rufs als Gift mehrere wichtige industrielle und technologische Anwendungen, sofern es ordnungsgemäß gehandhabt und kontrolliert wird. Die Halbleiterindustrie verwendet hochreines Arsen zur Herstellung von Galliumarsenid-Halbleitern (GaAs), die für elektronische Hochfrequenzgeräte, LED-Beleuchtung, Laserdioden und Solarzellen unverzichtbar sind. Diese arsenhaltigen Halbleiter bieten im Vergleich zu Silicium überlegene Leistungseigenschaften bei Anwendungen, die hohe Geschwindigkeit oder hohe Energieeffizienz erfordern. Die Elektronikindustrie nutzt Arsenverbindungen zur Herstellung integrierter Schaltkreise, insbesondere für spezielle Anwendungen wie Mikrowellengeräte und optoelektronische Bauteile. Die Holzkonservierung war historisch gesehen eine bedeutende Verwendung von Arsenverbindungen, insbesondere von chromatiertem Kupferarsenat (CCA), obwohl diese Anwendung in vielen Ländern aufgrund gesundheitlicher und umweltbezogener Bedenken weitgehend eingestellt wurde. Die Glasindustrie verwendet Arsen(III)-oxid als Läuterungsmittel, um Blasen zu entfernen und die optische Klarheit zu verbessern, insbesondere bei der Herstellung hochwertiger optischer Gläser und Fernsehbildschirme. Arsenverbindungen dienen im Herstellungsprozess von Halbleitern als Dotierstoffe, wobei genau dosierte Mengen eingebracht werden, um die elektrischen Eigenschaften von Silicium und anderen Halbleitermaterialien zu verändern. In der Medizin gibt es spezielle Anwendungen für Arsenverbindungen zur Krebsbehandlung, insbesondere für Arsen(III)-oxid bei bestimmten Leukämiearten, bei denen es trotz seiner Giftigkeit eine bemerkenswerte Wirksamkeit gezeigt hat. Zu den landwirtschaftlichen Anwendungen gehören bestimmte Pestizide und Herbizide, wobei diese Verwendungen aufgrund von Umwelt- und Gesundheitsbedenken streng reguliert werden und rückläufig sind. Die Forschung zu möglichen Anwendungen von Arsen in fortschrittlichen Technologien, einschließlich Quantencomputing und speziellen Legierungen für die Luft- und Raumfahrt, wird fortgesetzt. Die metallurgische Industrie verwendet Arsen als Legierungsbestandteil in bleibasierten Materialien, um Härte und Korrosionsbeständigkeit zu verbessern.
Die bedeutendste moderne Anwendung von Arsen liegt in der Halbleiterherstellung, bei der Galliumarsenidverbindungen entstehen, die in praktisch allen Smartphones, LED-Leuchten und Geräten für die drahtlose Kommunikation eingesetzt werden. Solarmodule, insbesondere für den Einsatz im Weltraum entwickelte, verwenden Galliumarsenidzellen, die Arsen enthalten, um bei der Umwandlung von Sonnenlicht in Elektrizität eine maximale Effizienz zu erreichen. Die Infrastruktur für Hochgeschwindigkeitsinternet ist auf arsenhaltige Laserdioden und Fotodetektoren angewiesen, die in Glasfaserkommunikationssystemen eingesetzt werden. LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten von Fahrzeugen enthalten arsenbasierte Halbleiter, die für ihre Helligkeit und Energieeffizienz sorgen. Militärische Anwendungen und die Luft- und Raumfahrt nutzen Arsenverbindungen in Radarsystemen, der Satellitenkommunikation und Geräten für die elektronische Kriegsführung. Die Glasindustrie verwendet weiterhin geringe Mengen Arsen(III)-oxid bei der Herstellung von Spezialglas, darunter optische Linsen und hochwertige Fernsehbildschirme. Medizinische Onkologieabteilungen verwenden Arsen(III)-oxid als Chemotherapeutikum für bestimmte Arten von Blutkrebs, bei denen es sich als äußerst wirksam erwiesen hat. Forschungslabore weltweit setzen hochreines Arsen in experimentellen Halbleitergeräten und für Anwendungen in der Quantenforschung ein. Einige spezielle Metalllegierungen enthalten weiterhin geringe Mengen Arsen, um die Materialeigenschaften für bestimmte industrielle Anwendungen zu verbessern. Geräte zur Umweltüberwachung verwenden arsenbasierte Sensoren und Detektoren, um die Luft- und Wasserqualität zu messen. Selbst Unterhaltungselektronik wie Computerprozessoren und Grafikkarten enthält in ihren Halbleiterbauteilen Spuren von Arsen. Der Bereich der erneuerbaren Energien verwendet Arsenverbindungen in fortschrittlichen photovoltaischen Systemen, die für eine maximale Effizienz bei der Stromerzeugung entwickelt wurden.